„Eine ganz neue Lauferfahrung“

Heute darf ich dir den Salomon Speedcross 4 vorstellen. Diesmal geht es von der Straße runter und auf den Trail. Glücklicherweise durfte ich diesen Schuh testen, denn anders wäre ich nicht auf den Geschmack von Trailrunning gekommen. Der Speedcross 4 überzeugt direkt nach der ersten Laufeinheit. Er ermöglicht ein sicheres Laufen auf sämtlichen Untergründen, von trocken bis schlammig, ob flach oder hügelig, schmutzig oder laubbedeckt – völlig egal.

Lass dich von dieser Erfahrung überzeugen und komm mit - abseits deiner Gewohnheiten.

Zahlen und Fakten

Sprengung: 10 mm

Gewicht: ca. 300g

Verschluss: Quicklace Schnürung

Wasserdichtigkeit: nur teilweise

Untergrund: Matschiges und weiches Gelände

Laufgefühl: Dämpfung

Getestete Größe: 47.3 (EUR) - breit (2E)

Passform: recht schmal in der normalen Variante

Der erste Eindruck

Bei Trailrunning Schuhen sollte es in erster Linie um die Funktionalität gehen. Von daher will ich hier jetzt auch gar nicht groß auf die Optik eingehen, welche meiner Meinung nach auch erstmal sekundär ist. Vom Aussehen her ist es kein Schuh, mit dem ich gerade Mal schnell zum Supermarkt fahren würde. Dafür ist er aber auch nicht gedacht und in meinen Augen punktet der Schuh optisch, im Vergleich zu anderen Schuhen dieser Art, trotzdem. Beim ersten Betrachten fallen einem sofort das stabile Material, das ungewohnte Schnürsystem sowie das aggressive Stollenprofil auf. Zudem war ich vom leichten Gewicht des Schuhs überrascht. Ich konnte mir vor dem ersten Lauf nicht wirklich vorstellen, wie sich solche Schuhe auf der Strecke am Fuß anfühlen werden. Deshalb wollte ich auch keine Zeit verlieren möglichst schnell auf den Trail.

Ab ins Gelände

Um zum passenden Trail im Wald zu gelangen, muss ich erstmal einen kurzen Abschnitt über Asphalt bewältigen. Dabei zeigt sich dann auch direkt, wofür dieser Schuh nicht gemacht wurde. Auf der Straße hat das Stollenprofil keinerlei Chance, sich in den Untergrund zu graben, weshalb sich das Laufen hier sehr schwammig und teilweise wirklich unangenehm anfühlt. Zudem nutzt das Profil hier schneller ab. Deshalb überspringen wir den Teil auch schnell wieder und konzentrieren uns auf die Bereiche, für die dieser Schuh kreiert wurde. Im Wald angekommen, werden die Schuhe immer griffiger und können endlich mit ihren Stärken glänzen. Der Schuh gräbt sich in den Untergrund und gibt einem das Gefühl, mit normalen Schuhen auf Asphalt zu laufen. Auch kleine Steine unter der Laubdecke werden gut abgedämpft und sorgen für keinerlei Probleme beim Laufen. Sollte man mal zu spät den Fuß gehoben bekommen und gegen einen Ast treten, sorgen die Zehenkappen für den nötigen Schutz, ohne unangenehm gegen die Zehen zu drücken.

Logischerweise hält der Schuh Feuchtigkeit nur bis zu einem gewissen Grad ab. Sobald die Pfützen tief genug sind, um die Knöchel zu erreichen, kann auch der beste Schuh keine nassen Füße mehr vermeiden. Zudem wurden meine Füße relativ schnell nass, als ich durch höheres Gras gestreift bin. Bei normaler Nässe bleiben die Füße aber weitestgehend trocken und man darf auch gerne mal unbeschwert Kind spielen und durch die kleineren Pfützen tollen. Die Zungen sind recht weich gepolstert und verringern somit zusätzlich die Angriffsfläche für Äste, Steine und Co.

Sehr positiv war ich von der Dämpfung überrascht. Besonders im Fersenbereich unterstützt diese vor allem bei Bergläufen einen sicheren Abstieg und verringert somit die Verletzungsgefahr. Trotz der guten Dämpfung verliert der Schuh aber nicht an Laufgefühl. Der Lauf fühlt sich somit trotzdem sehr natürlich an.

Nach dem Lauf lassen sich die Schuhe mühelos putzen. Es ist deutlich angenehmer als bei anderen Laufschuhen mit Textil-Obermaterial. Ein Schwamm bzw. eine Bürste und ein bisschen Wasser bringen das Äußere mit wenigen Handgriffen wieder auf Vordermann – wenn man das überhaupt will.

Vorgängermodell

Im Vergleich zum Salomon Speedcross 3 (rechts) ist die Generation 4 (links) leichter. Zudem wurde die Sprengung leicht verringert. Am auffälligsten ist aber das Update des Stollenprofils, welches jetzt nicht mehr am Schuhrand unterbrochen ist und somit für zusätzlichen Grip sorgt.